Liebe Eltern,
in der letzten Zeit ist einiges passiert bei den Waldschafen.
Stück für Stück ist der Barlach durch das Laub ans Licht gewachsen und der Wald hat einen grünen Teppich bekommen.
Zwischendrin das Scharbockskraut und feine Buschwindröschen, bald auch das erste Wiesenschaumkraut und sogar Schlüsselblümchen.
Zu Beginn sind die Knospen des Barlach ganz unten zwischen den Blättern versteckt, pflückt man diese, kann man sie „auspacken“ und essen.
So begann unsere kulinarische Bärlauchreise. Ausgestattet mit Sammelbeuteln zogen wir oft los.
Der Bärlauch lässt sich zu vielem verarbeiten. An einem Morgen gingen wir gleich in den Wald, gegenüber vom Zwergenwäldchen haben wir Rast gemacht zum ersten Vesper und danach Bärlauch
gesammelt.
Mit vollen Taschen sind wir aufs Gelände gezogen und haben dort den Bärlauch sortiert kontrolliert und geschnippelt.
Parallel haben wir Hefeteig geknetet und daraus wurden dann Bärlauchschnecken.
Die Kinder fanden jedoch den Bärlauch roh besser.
Das nächste Gericht waren Bärlauchwaffeln. Dann kam die volle Dröhnung: Bärlauchpesto.
Wieder Beutelweise Bärlauch pflücken, sortieren, kontrollieren, waschen. und dann schneiden, bzw. mit einem Heiler klein kurbeln. Dazu hatten wir noch Walnüsse vom Herbst. In der Werkstatt gab es
die knack und puh Produktion.
Die Nüsse wurden auch gehäckselt, das war mühsam aber mit mit häufigem Abwechseln haben wir alle klein bekommen.
Bei einer anderen Produktionsstation wurden Gläser gewaschen und beschriftet.
Dann wurde abgefüllt. Bärlauch, Nüsse, Gewürze und Olivenöl. Jedes Kind hatte ein Gläschen zum mitnehmen. Ein Schatz.
Diesen Frühling hatten wir ein tolles Angebot von einem Förster, sich mit ihm im Wald zu treffen. Wir hatten schonmal eine aufregende Busreise zur Sophienpflege, kamen aber doch pünktlich.
Pünktlich war auch der Regen, der uns den ganzen Vormittag begleitete.
Für das erste Vesper fanden wir ein Dach, und der Förster mit seinem Hund hat uns gefunden.
Dann ging es los auf Entdeckungstour. Leise durch den Wald, nur der Regen war laut.
wir fanden viele Tiere und der Förster erklärte uns einiges dazu. Eichhörnchen, Spechte, Eichelhäher, Igel, Hase, Hirsch, Reh, Wiesel, und am Ende sogar noch eine Schildkröte. Da war der Förster
aber erstaunt.
Ziemlich nass und gut gelaunt sind wir wieder unter unserem Dach angekommen und der Förster hat uns noch Felle der Tiere gezeigt, die wir anfassen konnten.
Einmal hatten wir die Aufgabe, die Schafe in den Hänger zu locken. Garnicht mal so einfach, wenn man die Tricks nicht kennt. Am Ende waren alle Schafe samt Armin im Hänger, nur ein Schaf wollte
absolut nicht dort hinein. hmmmm.
Da wir dann nach einer Stunde immer noch keinen Erfolg hatten, holten wir Armin wieder dort raus, weil wir ihn mit zum Bus nehmen wollten. So mussten die Schafe noch einen weiteren Tag dort
verbringen, bis das Fachpersonal die Verladung ordentlich gemanagt hat.
Immer wieder toll, unser Freibad. Schliddern, ausrutschen und nochmal. wer noch nicht ganz mit Matsch bedeckt ist wird nachgearbeitet. An der Bushaltestelle gibt es dann einen Popo-check, wer auf
dem Boden sitzt und wer auf den Sitz kann.
Bei der Röhre/Bauwald gibt es immer die Mutprobe, wer robbt durch die Röhre. Die Strecke ist schon lang, vielleicht 30 Meter?
Immer häufiger scheint jetzt morgens schon die Sonne und beim zurücklaufen macht der Feuerhang seinem Namen alle Ehre! Da ist es gut, wenn die Kinder morgens eingecremt sind und Sonnenmützen
dabei haben, alle Klamotten beschriftet sind, damit wir beim Packen weniger rätseln müssen.
Der Schaffung war wunderschön und wir haben viel hinbekommen. Das Buffet war sehr lecker! Danke für Eueren Einsatz!
Liebe Eltern,
es ist verrückt: Unser Gelände ist zu jeder Jahreszeit schön! Während manche von euch an
den kalten Januartagen zu Hause oder im Büro waren, sind wir den Weg zu unserem
Bauwagen hinuntergeschlittert. An manchen Tagen hing der Nebel so tief, dass wir den
Bauwagen suchen mussten. :) Bei klarem Wetter konnten wir vom Morgenkreis den
Sonnenaufgang beobachten. Für manche Kinder waren allerdings die Schafe interessanter,
die seit Januar am „Feuerhang“ – auf der Wiese hinter der Pizzeria – stehen.
Einige Kinder lieben den Winter. Sie freuen sich über Kälte, Schnee und Eis und ihnen scheint
es nie zu kalt zu sein. Andere Kinder kuscheln sich lieber vor das Kaminfeuer im Bauwagen,
bauen sich dort ein Nest und betrachten mit großer Ausdauer Bilderbücher und von drinnen
die Eisblumen am Fenster. An den wirklich kalten Tagen im Januar und Anfang Februar haben
wir als erstes morgens zwei Feuer angefacht: eines im Kamin und eines an der Feuerstelle.
Oft haben wir an der Feuerstelle gefrühstückt und viele Kinder lieben es zu beobachten, wie
das aufgeschichtete Holz an der Feuerstelle zusammensackt und von den Flammen verzehrt
wird.
Feuer ist bei uns Waldschafen im Winter ein wichtiges Element: Es schenkt uns Wärme,
Gemütlichkeit, Wohlbefinden, aber auch Abenteuer, Verwegenheit, verrauchte Kleider und ein
„Gefühl von Ferien und Freiheit“ (wie es einmal eine Hospitantin formuliert hat). Manchmal
haben wir über dem Feuer auch eine leckere Suppe gekocht – es ist so schön, sich die Hände
an kalten Wintertagen an der warmen Suppenschüssel zu wärmen von innen die Wärme im
Bauch zu spüren. Feuer ist schön und wichtig für uns, aber es ist natürlich auch gewaltig mit
seiner Hitze, und wir achten sehr darauf, dass die Kinder einen angemessenen und
vorsichtigen Umgang mit dem Feuer lernen. Dazu gehört, dass wir mit den Kindern immer
wieder unsere „Feuer-Regeln“ besprechen und schauen, dass diese auch eingehalten werden.
Sobald die Tage wieder etwas wärmer wurden, haben wir die ersten Ausflüge gemacht: Wir
waren am Haferbach und im Tannenwäldchen, in der Ziegenschlucht und einmal sogar in der
(steilen) Molchschlucht. Der erste Vorbote des Frühlings im Wald ist immer der Bärlauch, den
man Anfang Februar zwar noch nicht unbedingt sieht, wohl aber schon riechen kann. Sobald
es wärmer wird, ist der Bärlauch da und einige Kinder haben schon ganz viel davon gesammelt
und mit nach Hause genommen. Die Kinder dürfen den Bärlauch zwar sammeln, aber bei uns
im Kindergarten nicht ungefragt essen, da er nicht gewaschen ist und es Verwechslungs-
möglichkeiten mit giftigen Pflanzen gibt.
Jeder Tag im Kindergarten ist bei uns anders, und manche Tage sind aufregender als andere:
Ende Januar wollten wir einen unserer ersten Ausflüge in diesem Jahr machen und auf dem
Weg in den Wald haben wir gesehen, dass die Schafe beim Umstellen des Hängers
ausgebüchst waren. Es war spannend zu beobachten, wie besonnen und angemessen die
Kinder nach dem ersten kleinen Schreck reagiert haben: Gemeinsam und leise haben die
Kinder sich zu einer Schlange formiert und die Schafe langsam wieder in ihre Weide
zurückgetrieben. Auch beim Zäume-Umstecken helfen einige Kinder immer gerne und es ist
erstaunlich, wie geschickt und umsichtig sie dabei sind.
Neben unseren täglichen oder wöchentlichen Aktivitäten auf dem oder um das Gelände wie
z.B. Schafe füttern, Zäune umstellen, Geschirr spülen, Bauwagen putzen, malen, basteln,
filzen, gibt es besondere Aktivitäten wie z.B. das Faschingsfest, das wir mit guter Laune feiern
konnten – vielen Dank an euch Eltern für eure Unterstützung! Zu den besonderen Aktivitäten
zählen auch die Angebote unserer Auszubildenden Kathrin, die sie in der Regel mit einer
kleinen Gruppe von Kindern durchführt. Das letzte Projekt war die Ausbildung einer
„Bergwacht“ – das hat den Kindern viel Freude gemacht.
Auch wenn es im März nochmal richtig kalt werden kann, ist der Frühling jetzt ganz nah!
Morgens ist es noch richtig kalt, aber mittags wird es so warm, dass sich manche Kinder am
liebsten bis auf das Unterhemd ausziehen würden. Mit den ersten Sonnenstrahlen bekommen
manche Kinder Lust, schwimmen zu gehen und unsere mit Wasser gefüllte Matschgrube ist
jetzt für manche Kinder das Kindergarten-Schwimmbad. :)
Also, wir freuen uns alle auf den Frühling und die Sonnenstrahlen!
Sonnige Frühlingsgrüße,
euer Waldschafteam
Liebe Waldschafe,
Liebe Waldschafe,
Das Kindergartenjahr läuft ja nun schon ein paar Wochen, von daher gibt es auch schon Manches zu berichten und erste Fotoimpressionen.
Dieses Jahr hat der Waldschafbetrieb sehr gemütlich gestartet mit einer überschaubaren Kinderanzahl. Inzwischen ist die Waldschafgruppe auf 17 Kinder angewachsen. Die Frieda und die Martha sind nun schon seit drei Wochen voll dabei und wurden vom Waldi auch schon offiziell in die Waldschafherde aufgenommen. Der Micha, die Momo und die Milla-Lou haben heute ihre erste Woche hinter sich. Und was für eine Woche. Es wurden ja dieses Kindergartenjahr schon einige Rekorde aufgestellt.
Erstens hatten wir den gemütlichsten und entspanntesten Start nach den Ferien, zweitens hatten wir das schlechteste Wetter für eine Eingewöhnungswoche seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das Gute daran ist, es kann nur besser werden.
Wenn der Herbst ab nächster Woche schöner wird, werden wir wieder anfangen, die Umgebung zu erkunden. Die letzten Tage bzw. Wochen waren wir eher Stuben- bzw. Terassenhocker wegen der Eingewöhnungen und des beeindruckenden Wetters. Der Haferbach, die Schlucht, der Wald warten schon auf uns.
Und es warten noch viele Äpfel auf uns. Da es dieses Jahr üppig viele Äpfel gibt, werden wir bestimmt noch öfters Apfelsaft pressen (Einmal hatten wir die Presse schon in Betrieb), Apfelkuchen gab es auch schon mehrere und es werden nicht die letzten sein. Apfelmus steht auch noch auf der Liste. Und wenn unsere Walnüsse getrocknet sind, werden wir die Kuchen oder Crumble auch mit leckeren Walnüssen verfeinern. Allein der Baum beim Schafstall hat uns schon über tausend Nüsse geschenkt und es hängen noch mehr.
Und es gibt noch mehr schöne Dinge zu berichten. Wir haben einen tollen FSJler bekommen, der Peer, der sich schon super in die Herde eingelebt hat und eine ganz tolle Bereicherung für uns ist. Die Kathrin wird dieses Jahr wieder zwei Tage bei uns dabei sein. Freitags und donnerstags wird sie das Waldschaf-Leben ebenfalls mit ihrer herzlichen Art bereichern.
So, jetzt kommen noch ein paar Informationen bzw. Erinnerungen:
So weit mal, die ersten Grüße von den Waldschafen.
Wir wünschen euch und uns allen ein wunderschönes Kindergartenjahr und erstmal einen schönen Herbst.